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IVG konzentriert sich auf Kerngeschäft, hoher Konzernverlust in 2008 25.03.2009
aktiencheck.de
Bonn (aktiencheck.de AG) - Der Immobilienkonzern IVG Immobilien AG (ISIN DE0006205701 / WKN 620570) meldete am Mittwoch, dass er seine Unternehmensstruktur vereinfachen und auf die veränderten Marktbedingungen mit einer klaren Fokussierung auf das solide Kerngeschäft reagieren will. Dadurch könne man Risiken minimieren, Kosten sparen und die Effizienz steigern.
"Im Mittelpunkt stehen für uns die Sicherung der Finanzierung und die Stabilisierung der operativen Erträge. Priorität hat dabei die Stärkung und Weiterentwicklung des Asset Managements unserer Immobilien und Kavernen, weil hier langfristig kontinuierliche Erlöse gesichert und ausgebaut werden können", so Vorstandssprecher Gerhard Niesslein. Zugleich teilte die IVG mit, dass ein wesentlicher Schritt zur vorzeitigen Verlängerung von Finanzierungen im Volumen von 1,3 Mrd. Euro realisiert werden konnte.
Der Umsatz aus dem operativen Geschäft stieg 2008 um 14,3 Prozent auf 608,6 Mio. Euro. Das operative EBIT (ohne unrealisierte Marktwertänderungen und weitere nicht zahlungswirksame Anpassungen) verbesserte sich auf 722,0 Mio. Euro (Vorjahr: 325,0 Mio. Euro). Zu dieser Steigerung trug der erfolgreiche Teilverkauf des Kavernengeschäfts mit alleine 320,2 Mio. Euro bei. Der Jahresabschluss ist jedoch durch gegenläufige Geschäftsentwicklungen gekennzeichnet. Aufgrund hoher, nicht zahlungswirksamer Marktwertänderungen in Höhe von -944,4 Mio. Euro wurde ein Konzernverlust von -451,7 Mio. Euro (Vorjahr: Konzerngewinn von 301,0 Mio. Euro) ausgewiesen. Das EBIT sank von 475,6 Mio. Euro auf -98,6 Mio. Euro. Der Net Asset Value (NAV, adjusted) reduzierte sich auf 12,70 Euro je Aktie (Vorjahr: 21,66 Euro).
Aufgrund des Konzernverlustes schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, keine Dividende auszuschütten.
Vorstand und Aufsichtsrat haben zudem eine strategische Neuausrichtung des Geschäftsmodells verabschiedet. Ziel ist es, das Unternehmen auf die neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auszurichten, die von der Finanzmarktkrise ausgelöst wurden und von denen auch die Immobilienbranche betroffen ist. Zu diesem Zweck sollen sowohl das bestehende Ertragspotenzial des operativen Geschäfts gesichert, als auch risikobehaftete Unternehmensaktivitäten reduziert werden.
Basis der Neuausrichtung sei eine schlankere und effizientere Organisationsstruktur. IVG werde die Anzahl der Geschäftsbereiche von bisher vier auf zwei reduzieren. Der Geschäftsbereich IVG Investment werde das Eigeninvestment (Immobilien und Kavernen) verantworten, während der Geschäftsbereich IVG Funds für die Konzeption, den Vertrieb und das Management von Anlageprodukten für private und institutionelle Anleger zuständig sein werde. Der bisherige Geschäftsbereich IVG Development werde eingestellt. Entwicklungsleistungen für das Eigen- und Fondsvermögen würden künftig aus dem Servicebereich Asset Management erbracht. Mit der Konzentration auf kundennahe Dienstleistungen werde dieser die Bereiche IVG Investment und IVG Funds unterstützen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise bis 2010, hieß es.
Die Aktie von IVG Immobilien gewinnt aktuell 1,53 Prozent auf 4,65 Euro. (25.03.2009/ac/n/d)
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